Verkehrsminister Hermann würdigt IPT-Technologie von Conductix-Wampfler

24.07.2013
"Produkte, die eine nachhaltige Mobilität ermöglichen, sind besonders zukunftsfähig und werden sich durchsetzen."

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Weil am Rhein, im Juli 2013. Im Rahmen eines Besuches von Winfried Hermann; Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, hat die Conductix-Wampfler GmbH am 24. Juli 2013 zur Informationsveranstaltung „Berührungslose Batterieladung für Elektrofahrzeuge – Anwendungsmöglichkeiten bei Bussen im ÖPNV“ geladen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Weil am Rhein gilt seit jeher als Pionier in der Technik der berührungslosen Energieübertragung. Bereits in den 90er Jahren hat das Unternehmen aus Weil am Rhein „Inductive Power Transfer“ (IPT®) erfolgreich in den Markt eingeführt. Während die innovative, berührungslose Energieübertragung in der Industrie, z.B. in der Automobilproduktion, schnell, verbreitet eingesetzt wurde, fand die induktive Batterieladung im ÖPNV zunächst nur vereinzelte Auftraggeber. „Ende der 90er Jahre waren wir mit dieser Technik der Zeit noch etwas voraus“, so Daniel Dörflinger von Conductix-Wampfler während der Veranstaltung. Durch die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende, die gesetzlichen Auflagen zur CO2-Reduzierung und die sich rasant entwickelnde Elektromobilität sei IPT® nicht nur eine ernsthafte Alternative im Automobilbereich geworden, sondern erlebe geradezu eine Renaissance im ÖPNV. 

„Die Landesregierung möchte Baden-Württemberg zur Pionierregion für nachhaltige Mobilität machen. Davon profitieren sowohl Mensch, Klima und Umwelt als auch unsere Wirtschaft als Anbieter zukunftsfähiger Produkte und Dienstleistungen. Wie so etwas konkret aussehen kann, zeigt Conductix-Wampfler mit der IPT®- Technologie bereits seit einigen Jahren sehr eindrucksvoll“, erklärte Minister Hermann. Produkte wie diese würden Luftreinhaltung, Lärmschutz und begrenzte Flächenkapazitäten gleichermaßen berücksichtigen. „Ich halte diese Technologie des kabellosen Ladens von Elektrofahrzeugen sowohl für Pkw als auch für den ÖPNV für zukunftsträchtig“, so der Minister. Für den ÖPNV, den die Landesregierung kontinuierlich ausbauen wolle, seien solche Lösungen zukunftsweisend.

 

Berührungslose Energieübertragung für zunehmend
größere Busse

Pilotprojekt im ÖPNV war 2002 der Einsatz von IPT® zur Batterieladung von Kleinbussen in Genua und Turin, die bis heute im Einsatz sind. Das System besteht aus zwei Hauptkomponenten: einer Primärspule, die mit dem Stromnetz verbunden ist, und einer Sekundärspule (Abnehmerspule), die in den Unterboden des Fahrzeugs integriert ist. Die Technologie gewährleistet so eine berührungslose, automatische und effiziente Stromübertragung. Beim Laden nähert sich die Sekundärspule des Busses bis auf 40 mm der Straßenoberfläche an, sodass das magnetische Feld fokussiert wird. Dadurch bleiben die magnetischen Streufelder weitestgehend auf die unmittelbare Spulenumgebung begrenzt und wirken sich nicht auf Passanten aus. Die Sicherheit ist zudem gewährleistet, da der Busfahrer zum Aufladen der Batterie den Bus nicht verlassen muss und keinerlei Kontakt mit dem Ladezubehör hat. „Wirkungsgrade von über 90 Prozent sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache und werden von vielen Steckerladegeräten nicht erreicht. Das geringere zu bewegende Gewicht, aufgrund der durch die Gelegenheitsladung reduzierbaren kleineren Batteriegröße erhöht zudem die Fahrzeugeffizienz“, betonte Dörflinger.

Seit 2012 ist das modulare, kabellose Ladesystem der 2. Generation auch im niederländischen s’Hertogenbosch bei einem 12-Meter-Bus im Einsatz. Im Sommer 2013 werden acht weitere Busse, ausgestattet mit der IPT-Ladetechnik, in Milton Keynes in England den Betrieb aufnehmen. Damit setzt sich IPT® sukzessive international im ÖPNV durch, da die Technologie neben ökologischen Gesichtspunkten mittlerweile von Fachleuten auch aus wirtschaftlicher Sicht als zukunftsweisend angesehen wird.


Internationale Gesetzeslage spricht für induktive Ladesysteme

Induktive Ladesysteme gelten daher als attraktive Alternative, um einen hohen elektrischen Fahranteil zu realisieren. Schon jetzt können sich die wegen der geringen Stückzahlen noch höheren Investitionskosten bei Elektrobussen durch die deutlich geringere Energiekosten amortisieren. „Mit der Einbeziehung der steigenden Emissionsausgleichskosten von Diesel- und Hybridbussen wird sich diese Tendenz beschleunigen“, so Dörflinger. Letztlich werden auf lange Sicht emissionsfreie Busse hinsichtlich der internationalen Gesetzeslage zunehmend zur Pflicht: In Kalifornien müssen schon heute 15 Prozent der städtischen Verkehrsmittel emissionsfrei sein. Und auch in einigen asiatischen Megacities gibt es mittlerweile deutliche Diesel-Beschränkungen.